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Haltung von Pachydactylus turneri Einzel- und Gruppenhaltung: P. turneri sollte man in Gruppen halten. Ein Männchen und mehrere Weibchen können ohne weiteres zusammengehalten werden. Zwei Männchen sollte man auf keinen Fall in einem Terrarium halten. Sobald diese Geschlechtsreif sind, werden sie sich bekämpfen. Blutende Wunden sind dann keine Seltenheit. Terrariengröße: P. turneri lässt sich ohne weiteres in einem Terrarium von 50x30x50cm (B x T x H) halten und nachzüchten. T.&E. Ulber empfehlen ein Terrarium von 40x40x40cm als Mindestgröße. Die Höhe des Terrariums ist bei P. turneri wichtiger als die Bodenfläche, da die Geckos sich hauptsächlich an den Wänden aufhalten, wie bereits erwähnt. Laut den Mindestanforderungen sollte dem Gecko ein Terrarium von 60x60x80cm zur Verfügung gestellt werden.
Einrichtung: Das Terrarium sollte am besten eine felsige Rückwand besitzen, glatte Laufflächen sollten aber auch angeboten werden. Als Bodengrund kann man Sand verwenden. Will man züchten sollte man eine Substrattiefe von 5-10 cm anstreben. Ein paar Schieferplatten zum aufheizen gehören auch in das Terrarium, sie werden ab und an von den Geckos aufgesucht. Um den Geckos mehr Möglichkeiten zum klettern zu bieten, eignen sich etwas stärkere Äste ziemlich gut. T.&E. Ulber geben einen Mindestdurchmesser von 3 cm an, dieser Aussage kann ich mich nur anschließen. Ausreichend Versteckmöglichkeiten sind unbedingt anzubieten. Dies können kleine Steinhöhlen oder Korkröhren sein. Damit der Gecko ein Gefühl der Sicherheit bekommt, sollte das Versteck flach sein, so dass er mit dem Rücken die Decke des Verstecks berühren kann. Ich biete meinen Geckos zwei Korkröhren an, für jedes Tier eine. Zumeist sind sie tagsüber in einer Röhre, jedoch wird die zweite Versteckmöglichkeit des öfteren von einem der Tiere genutzt. Pflanzen können natürlich in das Terrarium eingebracht werden. In meinem Terrarium gibt es Tillandsien und eine Agave. Diese werden von den Geckos nicht beachtet, nur die Futtertiere vergehen sich manchmal an diesen. Eine Trinkgefäß steht den Geckos in meinem Terrarium zur Verfügung. Diese Trinkmöglichkeit wird auch von den Geckos genutzt. Heizung/Klima/Licht: Mein Terrarium wird von einem 60 Watt Spot erwärmt. Damit erreiche ich an der wärmsten Stelle ca. 40°C, an der kühlsten 22°C. Ein Thermostat regelt den Einsatz des Spots. Nachts wird das Terrarium nicht beheizt und die Temperatur fällt auf die Raumtemperatur herab. Für die Beleuchtung sorgt eine normale 15W Leuchtstoffröhre. Da die Geckos nachtaktiv sind, kann man auf eine aufwendige Beleuchtung verzichten. Die Beleuchtung dient hier nur zur Simulation eines Tag/Nach Rhythmus. Natürlich möchte man die Geckos auch in der Nacht beobachten. Aus diesem Grunde habe ich eine blaue 40W Birne installiert, deren Leistung über einen Dimmer heruntergeregelt wird und mir so die Möglichkeit gibt die Tiere im Dunkeln zu beobachten. Zwei bis drei mal die Woche besprühe ich das Terrarium mit Wasser. Die Feuchtigkeit im Terrarium liegt normalerweise bei 60%. Sollte ich bei einem Tier eine bevorstehende Häutung bemerken, sprühe ich auch mal öfters.  | P. turneri während er gerade die alte Haut abstreift. |
Futter: Als Futter eignen sich Heimchen, Grillen, Wanderheuschrecken, Wachsmottenlarven, Mehlwürmer und Schaben in allen Größen. Obst und Babynahrung wird nicht angenommen. Hin und wieder gebe ich meinen Tieren etwas Hähnchenfleisch, das auch sofort verschlungen wird. Sofern sich die Gelegenheit ergibt, fange ich Motten und Falter um sie den Geckos anzubieten - dies führt zu ganz spektakulär anzusehenden Jagden durch das Terrarium. Da die Geckos relativ gefräßig sind, muss man aufpassen das jedes Tier genug abbekommt (vor allem bei Jungtieren) und die Tiere nicht verfetten. Ich füttere 2-3 mal die Woche, 1-2 Heuschrecken, wobei ich höchstens einmal pro Woche die Futtertiere mit Korvimin ZVT oder Nekton-MSA einstäube. Heuschrecken ziehe ich einfach mit der Pinzette durch das Vitaminpulver, Heimchen und kleinere Futtertiere kommen in einen Plastikzylinder in dem etwas Pulver verteilt wird, dieser wird dann geschüttelt und alle Futtertiere sind gleichmäßig bestäubt. Freizimmerhaltung: Von einer freien Zimmerhaltung habe ich schon öfter gehört. Dies sollte ohne Probleme möglich sein, da die Tiere Standorttreu sind und keine großen Anforderungen an das Klima stellen. Die Eigenschaft eine Gemeinschaftstoilette aufzusuchen, ist der Freizimmerhaltung natürlich nicht abträglich. Vergesellschaftung: Grundsätzlich ist dies möglich. Geeignet sind hierfür Leopardgeckos. Bei ausreichender Höhe und Grundfläche kommen sich die Tiere kaum in die Quere. Ein Bekannter hat diese Geckoarten mit Erfolg vergesellschaftet. Bei ihm suchen die Tiere sogar dasselbe Versteck auf und es ist bis dato zu keiner Beißerei gekommen. Natürlich muss man hier sagen, dass eine Vergesellschaftung nicht das Optimale für die Tiere darstellt. Wenn man trotzdem vergesellschaftet, sollte man immer ein Terrarium für den Notfall bereithalten, da es keine Garantie für einen Erfolg gibt. |